Über die Markenanforderungen hinaus: On-Press-QC für mehr Effizienz

Bildschirm aus ChromaQA, Color-Quality-QC-Software, mit Tinten-Delta E sowie empfohlenen Anpassungen zur Verbesserung von Delta E.

Für Druckereien ist es wichtig, während der Einrichtephase und der Produktion sehen zu können, ob der Druck gut ist. Die meisten Druckmaschinenkonsolen bieten keine einfache Möglichkeit zu erkennen, ob ein Druck gemäß dem Druckstandard gemessen wird. Druckmaschinenkonsolen zeigen typischerweise Kennzahlen wie Tonwertzunahme, Dichte und sogar LAB-Werte für Volltonfarben an, verfügen jedoch nicht über eine umfassende „Scorecard“, die zeigt, ob der Bogen in Ordnung ist – oder, falls nicht, was korrigiert werden muss. Das führt dazu, dass Druckmaschinenführer oft nicht wissen, ob ein Produkt gut genug ist, und die Entscheidung möglicherweise auf ihrem Urteil basiert. Das ist problematisch, weil verschiedene Druckmaschinenführer und Personen Farbe unterschiedlich wahrnehmen und unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was „gute Farbe“ ist. Das kann zu Problemen führen – und potenziert sich exponentiell, wenn mehrere Schichten, Maschinen und geografische Standorte beteiligt sind. Effizienz erfordert Konsistenz und standardisierte Arbeitsanweisungen.

On-Press-QC-Systeme, auch als Color Quality Control Software bekannt, geben dem Druckmaschinenführer Hinweise darauf, ob der Auftrag in Ordnung ist, sowie welche Korrekturen erforderlich sind, um den Auftrag dorthin zu bringen, wo er sein muss, um eine bestandene Bewertung zu erreichen. Der Druck hat eine Tradition als handwerklich geprägter Prozess, und in vielen Fällen bringt der Druckmaschinenführer einen Auftrag auf die Startdichte, wirft einen kurzen visuellen Blick darauf, nimmt Anpassungen vor und fährt den Auftrag dann. Mit einem On-Press-Qualitätssystem bringt der Bediener den Auftrag auf die Startdichte (oder -farbe), prüft die Bewertung und nimmt bei Bedarf Korrekturen vor – und sobald die Bewertung bestanden ist, wird der Auftrag gefahren. On-Press-QC-Systeme eliminieren die Meinung und visuelle Voreingenommenheit des Bedieners und stellen sicher, dass die Auftragsfarbe unabhängig von Bediener oder Maschine konsistent ist. Bei guter Kalibrierung verbessert dies in der Regel die Einrichte- und Anlaufzeit des Auftrags und macht den Druckbetrieb effizienter.

Auszug aus „On-Press Quality Control for Packaging“ von Ron Ellis.

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