Nuance
Nuance (französisch nuance) Farbwertanteile; umfassende Bezeichnung für eine Farbwahrnehmung, welche die Attribute Farbton, Helligkeit und Buntheit vereint.
Nuance (französisch nuance) Farbwertanteile; umfassende Bezeichnung für eine Farbwahrnehmung, welche die Attribute Farbton, Helligkeit und Buntheit vereint.
NPDC, G7-NPDC siehe GRACoL
Normalfarbführung (französisch: encrage normal) bezeichnet die Farbführung im Rasterdruck, bei der die höchstmögliche Farbsättigung mit der bestmöglichen Differenzierung der Halbtöne gegenüber dem Vollton erreicht wird; Voraussetzung für maximalen Druckkontrast.
Neutralpunkt, Ursprung, Beleuchtungsort (auf Französisch point neutre/achromatique) Weißpunkt eines Beleuchtungsmittels (auch auf dem Monitor) sowie Papierweiß bei Beleuchtung einer weißen Papieroberfläche.
neutral (im Französischen neutre) Bezeichnung für ein Grau, das absolut frei von jedem Farbstich ist.
Neugebauer-Gleichungen (französisch équations de Neugebauer) mathematischer Beschreibungsversuch von Hans E.J. Neugebauer, veröffentlicht zwischen 1935 und 1949, der autotypischen Farbmischung der vier Prozessfarben untereinander und mit Papierweiß sowie der Bedingungen für die Erstellung von Farbauszügen/Drucken (Filter, Farbkorrektur, Spektralsensibilisierung des Filmmaterials).
NCS, Natural Color System-Farbe Bestellsystem, veröffentlicht von A. Haard 1972 als schwedische Norm; wird in Deutschland parallel zu DIN 6164 ebenfalls mit Einschränkungen akzeptiert; die Parameter sind Schwärze s, Weiße w und Buntheit c in jeweils 100 Stufen sowie der Farbton ö in 400 Stufen, die je 100 Stufen einen der 4 elementaren Farbtöne Urrot, Urblau, Urgrün und Urgelb zeigen; nicht kompatibel mit CIELAB.
Munsell Book of Color (auf Französisch Atlas/nuancier colorimétrique de Munsell) Farbordnungssystem, das in den USA und im Vereinigten Königreich gebräuchlich ist (Munsell-Skala, 1915/1929); heute 1.500 matte und 1.300 glänzende Farbnuancen; jede der 40 Tafeln, in die die Farbmuster in Registerkarten eingeschoben sind, enthält Nuancen eines Farbtons (Munsell Hue, Mn. H), die sich vertikal in ihrer Helligkeit (Munsell Value, Mn. V 0 bis 10) und horizontal in ihrer Buntheit (Munsell Chroma, Mn. C 0 bis 16)…
Mehrfarbendruck (im Französischen polychrome/en plusieurs couleurs) Druckverfahren mit vier und mehr Separationsfarben.
monochrom, schwarz-weiß (Französisch: achrome, noir et blanc) Eigenschaft von Pixelgrafikdateien, die nur über einen Graustufenkanal verfügen (Helligkeit, „Schwarz-Weiß“); handelt es sich um eine TIFF-Datei, kann die Bilddatei bei der Ausgabe umgefärbt werden.
Monochromator, Spektralanalysator (Französisch: monochromateur) Bauteil in jedem Spektralphotometer/Spektraldensitometer, das den Lichtstrom des Messlichts in seine farbigen Intensitätsanteile zerlegt; 2 Bauarten: Gitter (Dispersion durch Beugung, z. B. Techkon-Messkopf), Prisma (Dispersion durch Brechung; Nachteil: größere Schwächungsverluste)
monochromatisch (auf Französisch monochromatique) Eigenschaft von Lichtquellen, die nur eine einzige Wellenlänge emittieren (z. B. Laser, Natriumdampflampe).
Qualitätsüberwachung (französisch: surveillance de la qualité) permanente systematische Erfassung (Protokollierung), Beobachtung und Überwachung von Geräten und Prozessen unter Einsatz technischer Hilfsmittel. Die Echtzeit- und Langzeitüberwachung des Kalibrierungsstatus aller Prozesskomponenten als Abbild des tatsächlichen und nicht nur simulierten Qualitätsniveaus ist ein Auswahlkriterium, das für qualitätsorientierte Einkäufer von Drucksachen immer wichtiger wird. Die internetbasierte Lösung iQIP von impakt medien bietet umfassende und zugleich detaillierte Abfragemöglichkeiten.
Moisture-Set, Steam-Set: Schmalbahn-Rotationsdruckverfahren (Letterset, Offset) mit Druckfarben, die durch Wasserdampfeinwirkung aushärten, bei normaler Luftfeuchtigkeit jedoch druckfähig bleiben bzw. nach der Filmbildung nicht erweichen; Anwendung: Faltschachtelherstellung für Lebensmittel in Amerika und China.
Mired, Mikro-Reziprok-Grad „Millionstel reziproker Grad“ des Kelvin-Zahlensystemwerts der ähnlichsten Farbtemperaturen von Lichtquellen, berechnet aus dem hunderttausendfachen Kehrwert des Kelvin-Systems; für die CIE-Standardlichtart D50 bedeutet dies: 1000000 / 5000 K = 200 Mired – siehe Tabelle C-2 „Farbtemperatur“ auf Seite 32.
Migration (Französisch: migration) Übergang von molekularen Bestandteilen einerseits aus der Druckfarbe in das Verpackungsmaterial (erwünscht) und ggf. in das Füllgut (unerwünscht), andererseits aus dem Füllgut in das Verpackungsmaterial (unerwünscht) oder gar in die Druckfarbschicht (unerwünscht); Abhilfen: migrationsarme Druckfarben, Echtheit gegenüber Packstoffen, Barrieren im Verpackungsmaterial, Vermeidung von Migration durch Abklatschen im Stapel und durch Kontakt mit Druckhilfsmitteln (KBA: „migrationsarmer Druck“).
Microsoft ICM2-WCS, Bildfarbmanagement v2 – >Windows-Farbsystem Von Microsoft (Longhorn) und Canon (Kuyanos CMM) schrittweise eingeführte Farbmanagement-Architektur (Color Infrastructure and Translation Engine, CITE), die ICC-v4-Profile in den Formaten .icc und .icm verarbeiten kann. Ausgehend vom sRGB-Arbeitsfarbraum (sRGBColorSpaceProfile.icm) nutzt sie verschiedene XML-Profilschemata (in der deutschen Windows-Version als „Anzeigebedingungen“ bezeichnet): – generische Gerätegruppen (Color Device Model Profiles, .cdmp) mit Charakterisierungsdaten für CRT- und LCD-Monitore, Scanner, Digitalfotografie, Projektoren, RGB- und CMYK-Ausgabesysteme sowie virtuelle sRGB-Gerätemodelle (wsRGB.cdmp, wcsRGB.cdmp); – Farbdarstellungsmodelle (color…
Metamerie (französisch: Métamérisme): bedingte Farbgleichheit; Effekt, bei dem zwei oder mehr Proben unter einem Referenzlicht zufällig gleich aussehen, sich jedoch nach einem Wechsel der Beleuchtung aufgrund ihrer spektralen Zusammensetzung in der Farbe unterscheiden. Der Metamerieindex, der z. B. mit einem Spektrodensitometer wie dem Techkon SpectroDens anhand von zwei Einzelmessungen dargestellt werden kann, wird mithilfe der CIELAB-Farbdifferenzformel als ΔE*ab für D50 gegenüber D65 angegeben. Alle Beleuchterpaare sind in Farbabmusterungskabinen verfügbar, um Metamerieeffekte visuell zu prüfen.
Metallic-Druckfarben (im Französischen encres métalliques) sind Druckfarben, denen Metallpigmente zugesetzt wurden, um einen metallischen Glanzeffekt zu erzielen. Solche Pigmente sind messingbasiert für „Rich Gold“, „Rich Pale Gold“, „Pale Gold“, „Kupfer“ sowie aluminiumbasiert für Gold und einfaches Aluminium für Silber. Neben Gold- und Silberdruckfarben werden auch Pantone-Metallic-Farbtöne angeboten.
Metalldruckfarben (Französisch: encres pour impression sur métal) sind Bogenoffsetfarben, die zum Bedrucken von Metallplatten bis zu 0,5 mm Dicke verwendet werden; der Trocknungsmechanismus erfolgt entweder durch radikalische UV-Härtung (Basis: Acrylate) oder durch lösungsmittelverdampfende Einbrennung (Basis: ölbasierte Alkydharze oder andere modifizierte Polyester); KBA-MetalPrint ist der einzige Anbieter von Metalldrucksystemen mit bis zu 8 Farben.