Druckfarbenreihenfolge (auf Französisch ordre d’impression des couleurs, séquence des couleurs) im Mehrfarbendruck: die Reihenfolge, in der die Prozessfarben oder andere chromatische Farben auf den Bedruckstoff gedruckt werden; das Standard-Offsetdruckverfahren schreibt KCMY für Bogenoffset, Heatset und Long-Grain-Rollenoffset vor; Abweichungen sind möglich, z. B. bei Skalen mit Rupfanfälligkeit. Der Coldset-Zeitungsdruck bevorzugt CMYK, seltener KMCY. Grund: unterschiedliche Farbaufnahme-Eigenschaften der Papiere und Nass-in-Nass-Farbschichten.
Druckfarbe (französisch encre d’impression) pastös-viskose bis wässrige Mischung aus Farbmitteln, Filmbildnern und gegebenenfalls auch Lösemitteln, Hilfsstoffen und Additiven. Der Zweck von Druckfarbe besteht darin, Hell-Dunkel- und/oder Farbkontraste auf dem Bedruckstoff zu erzielen. Abhängig vom Druckverfahren (Farbübertragung, im Offsetdruck auch die Nass- und Trockenoffset-Feuchtprinzipien) und der Saugfähigkeit der Bedruckstoffoberfläche (Farbaufnahmevermögen) wird die stabile Haftung der Farbmittel durch unterschiedliche Prinzipien der Farbtrocknung erreicht. Weitere technische Anforderungen betreffen spektrale Eigenschaften, Glanz, Deckvermögen, Lichtechtheit, chemische und mechanische Beständigkeit, Umweltverträglichkeit…
Bedruckbarkeit (Französisch: imprimabilité) Eignung eines Substrats für einen Druckprozess; alle mechanischen, optischen und thermischen Eigenschaften eines Substrats, die für die Wechselwirkungen mit der Druckfarbe relevant sind, insbesondere Glätte, Absorptionsfähigkeit, Ölabsorption, Rupffestigkeit, Oberflächenspannung und der pH-Wert.
Auflagenpapier (Französisch: papier du tirage) das der Druckauflage identische Druckmaterial, dessen Farbkoordinaten („Papierweiß“) im Farbworkflow simuliert werden sollen.
Druckqualität (französisch: qualité d’impression) Grad der gedruckten Bildreproduktion, der vor allem vom Zusammenspiel zwischen Druckfarbe und Bedruckstoff abhängt; die Qualitätskontrolle erfolgt in allen Phasen der Druck-Wertschöpfungskette, wobei es auch möglich ist, den Qualitätsstatus über das Internet sowie über längere Zeiträume zu beobachten („Qualitätsmonitoring“, z. B. iQIP von impakt medien).
Primärreize, Primärfarben (Französisch: stimulus de couleur de référence) mathematisches Modell zur wertbasierten Identifikation eines Farbreizes bei additiver Farbmischung; abgeleitet von den Grundreizen der 3 Zapfentypen charakterisieren die realen Farbreize R, G, B die Farbsignalabsorption in den 3 Farbkanälen des Auges; CIE(1931)-Definitionen der Primärreiz-Wellenlängen λ und der zugehörigen relativen spektralen Strahlungsverteilung S(λ) für das energiegleiche Spektrum (Normlichtart E) und den 2°-Normalbeobachter: λR = R = 700,0 nm und S(700) = 72,096; λG = G = 546,1…
Primärquelle (im Französischen source primaire) siehe Lichtquelle.
(Primär-)Farbkanal (Französisch: canal couleur) Komponente zur Darstellung von Farbinformationen in Scannern, Digitalkameras, Monitoren (RGB) und Grafikdatenformaten (RGB, CMYK).
Primär-/Grundfarben (Im Französischen: couleurs primaires) sind willkürlich gewählte Farbtöne, aus deren Mischung andere beliebige Farbtöne erzeugt werden können; Primärfarben bei additiver Farbmischung: R, G, B; Primärfarben bei subtraktiver Farbmischung: C, M, Y.
Andruck (französisch épreuve machine) ein einzelner Farbauszug und der zugehörige kombinierte Druck der Farbauszüge, die auf einer Andruckmaschine (insbesondere Bogentiefdruck) erstellt wurden; gewinnt bei komplizierten Farbdruckerzeugnissen wieder an Bedeutung, um Metamerie-Erscheinungen bei den Originalpigmenten auszuschließen.
ppi, Pixel pro Zoll (auf Französisch pixels par pouce) siehe Definition.
PPF, Druckproduktionsformat siehe CIP4.
Plakatfarben (französisch encres pour impression d’affiches) Bogenoffset-Druckfarben mit hoher Lichtechtheit und schneller oxidativer Durchtrocknung.
Polarisationsfilter, Polarisator, Polaroid (auf Französisch filtre polarisant) Filter, der Strahlungs- oder Reflexionslicht nur in einer Schwingungsrichtung der Wellenlängen passieren lässt; Anwendung: vorgeschrieben (außer in den USA) bei der densitometrischen Messung, um Glanzunterschiede zwischen nasser Druckfarbe unmittelbar nach dem Druck und getrockneter Druckfarbe zu eliminieren; optional für Farbmessungen auf Metallic-Farbdrucken.
Schmiergrenze (frz. limite de graissage) gewünschte Einstellung beim Offsetdruck für das Gleichgewicht zwischen Farbe und Feuchtmittel, bei der so wenig Wasser wie möglich eingesetzt wird, um die nichtdruckenden Stellen gerade frei von Farbe zu halten, d. h. an der Grenze zum Tonen; was umgekehrt Überfärbung (Schmieren) bedeutet; Gegenteil: Wasserstreifen.
Planck’scher Strahler, Schwarzer Körper (Französisch: radiateur de Planck, corps noir) Idealer Hohlkörper, der durch eine kleine Öffnung eintretendes Licht vollständig absorbiert und sich dadurch erhitzt und glüht. Mit steigender Temperatur durchläuft das Glühen verschiedene Lichtfarben (siehe Farbtemperatur); diese Kurve ist in der CIE-Normfarbtafel als Planck’scher Kurvenzug eingezeichnet.
Pixelgrafikdatei (im Französischen image matricielle/en mode point) Simulation eines kontinuierlichen Halbtonbildes, bestehend aus Elementen (Pixeln), die rasterförmig angeordnet sind; Nachteil: Bei einer Skalierungsänderung werden Interpolationspixel zwischen den Originalpixeln erzeugt, die Schärfe und Farbwiedergabe beeinträchtigen.
Pixel, Bildelement (Französisch: Pixel) 1) kleinste adressierbare Komponente einer Bilddatei mit einer bestimmten Datentiefe (siehe Farbtiefe). Die Pixelgröße entspricht der Größe der Sensoren oder der Aufnahmeauflösung in den Eingabegeräten und kann bei der Beschreibung von Konturen zu Aliasing führen. 2) Bildelement eines Aktivmatrix-Displays, wobei jedoch die RGB-Subpixel die kleinsten adressierbaren Komponenten sind.
Pigmente (französisch: pigments) sind natürliche oder synthetische, organische oder anorganische Farbmittel, die als Pulver oder Pasten in Bindemittel für Farben und Druckfarben sowie Inkjet-Tinten eingearbeitet werden, in denen sie praktisch unlöslich sind. Im Gegensatz zu Farbstoffen haben sie eine durchfärbende Wirkung, d. h. sie liefern nicht nur Farbwertanteile, sondern auch einen gewissen Grad an Deckkraft. Im Color Index sind ca. 600 Pigmente klassifiziert. Prozessfarbpigmente: Beta-Phthalocyaninblau BN (C), Litholrubin BK (M), Benzidin (Y), Ruße (K). Siehe…
Pigmentierung (auf Französisch pigmentation) Kategorien für Druckfarben: „normal“ (Standardskalen) und „hoch“ (Intensivskalen).