Renotation
Renotation (im Französischen renotation) Weiterentwicklung eines Farbsystems durch Neuberechnung oder Korrektur.
Renotation (im Französischen renotation) Weiterentwicklung eines Farbsystems durch Neuberechnung oder Korrektur.
Wiedergabeabsicht (Französisch: intention/mode de rendu) – Regelung für das Gamut-Mapping, die im Rahmen des Farbmanagements auszuwählen ist; in der ICC-Profil-Formatspezifikation werden vier Regelungen unterschieden: Absolut farbmetrisch (absolut kolorimetrisch, exakte 1:1-Farbkommunikation), Relativ farbmetrisch (relativ kolorimetrisch, exakte Farbkommunikation bezüglich des Weißpunktes des Ausgabemediums), Sättigungserhaltung (bewahrt die Sättigung) und Perzeptiv (wahrnehmungsbezogen, fotografisch, unter Berücksichtigung von Umwelteinflüssen wie der anzunehmenden Betrachtungsumgebung).
Farbfernverstellung/-steuerung (auf Französisch commande à distance de l’encrage) ist in allen Druckmaschinen mit einem zentralen Leitstand vorhanden, an dessen Vorderkante sich das Farbpult mit den Farbtasten +/– befindet.
Remissionsfarben (Französisch: couleurs réfléchies) opake farbige Substanzen oder Oberflächen, deren Farbreiz durch die Absorptions- oder Remissionseigenschaften ihres Farbmittels (Pigmente, Farbstoffe) und des Beleuchtungsmittels bestimmt wird; das Farbsynthesemodell für Remissionsfarben ist C+M+Y, im Druck ergänzt durch Schwarz K.
Remissionsspektrum (französisch spectre de rémission) siehe spektraler Leuchtdichtefaktor.
Remission (französisch „rémission“) ist ein kontrovers definierter Begriff, der die Rückstreuung von Lichtwellen und die gleichzeitige Abschwächung des Lichtstroms beschreibt (siehe Reflexion). Entsprechend dem Verständnis der Remission in der Kolorimetrik (siehe spektraler Leuchtdichtefaktor) lässt sich folgende Unterscheidung treffen: Remission ist die Emission von Strahlung durch alle Sekundärstrahler. Nur die spektralen Anteile des eingestrahlten Lichts, die von einer Oberfläche nicht absorbiert werden, werden von dieser Oberfläche remittiert; so remittieren z. B. rote Oberflächen die roten Strahlungsanteile…
relative spektrale Strahlungsverteilungskurve (Im Französischen: répartition spectrale relative d’énergie) standardisierte spektrale Intensitätsverteilung S(λ) einer Lichtquelle, messbar zum Beispiel mit einem Just GL Optics Minispektrometer.
Relativer Druckkontrast, ein Qualitätsparameter im Druckbild, der mittels eines Densitometers bestimmt werden kann; berechnet aus der Differenz zwischen Volltondichte und Rasterdichte, geteilt durch die Volltondichte.
Messgeometrie (frz. géométrie de mesure) Abfolge eines Messvorgangs innerhalb eines Systemzwecks; unterschieden wird zwischen Offline-Messung (Erfassung und Anzeige von Messwerten), Online-Messung (Messwerte werden zudem halbautomatisch genutzt, „Open Loop“, régulation à boucle ouverte), Nearline-Messung (wie Online-Messung, jedoch in absoluter räumlicher Nähe zu den anderen Servicesystemen, z. B. am Leitstand der Druckmaschine), Inline-Messung (Erfassung maschinenintegrierter Messwerte und vollautomatische Nutzung; „Closed Loop“, régulation à boucle fermée).
Aufsichtsvorlage/Kopie (Im Französischen: document à réflexion, document opaque) Repro-Vorlage, die im Auflichtverfahren verarbeitet werden kann; Gegenteil: Durchsichtsvorlage (Transparenz).
Reflexion (frz. réflexion) kontrovers definierte Erscheinung, die das Zurückwerfen von Lichtwellen und die gleichzeitige Abschwächung des Lichtstroms beschreibt. 1. Unlogische Differenzierung in der Bezeichnung zwischen spiegelnder/regulärer Reflexion (réflexion spéculaire/pure) als „Reflexion“ und diffuser Reflexion (réflexion diffuse) als „Remission“, weshalb der bvdm in seinem German Media Standard Print nur Reflexion erwähnt. 2. Dagegen spricht jedoch die weltweit gebräuchliche Bezeichnung „spektraler Remissionsfaktor“, die aus der Messung des diffus reflektierten Lichtanteils („Remission“) in der Farbmesstechnik resultiert und die…
Referenzstimulus (Im Französischen: stimulus de référence) Farbstimulus, der als Referenz für eine Farbmessung in einer Probe dient; für Farbmessgeräte selbst ist der Referenzstimulus der absolute Weißstandard.
Rötung (Im Französischen dominante rouge) im Sinne der Gegenfarbtheorie, die Farbtöne des roten Bereichs gegenüber den grünen Tönen; in CIELAB a*>0; siehe auch Bläulichkeit, Gelblichkeit, Grünlichkeit.
Recycling-Qualitäten (französisch: papiers recyclés) Papier/Karton mit einem hohen Anteil an Recyclingfasern; moderne Recyclingprodukte, wie zum Beispiel diese auf Arjowiggins-Recyclingpapier gedruckte Broschüre, haben frühere Nachteile wie einen gelb-bräunlichen bis grauen Farbstich im Papierweiß oder Weißgradschwankungen überwunden und bieten heute eine Basis für eine stabile Farbwiedergabe über die gesamte Auflage.
Rezeptfärbung (Französisch: coloration) Färben von Objekten nach Rezept (z. B. Textilien, Papier, Glas, Kunststoffe, Flüssigkeiten).
RAW-Format (französisch format d’image RAW) ist der Oberbegriff für RGB-Rohdatenformate von Digitalkameras.
Rastergrafik, Bitmap (Französisch: image en mode point) digital implementiertes Halbtonbild in Pixelstruktur.
RAL Design System, RAL-DS (im Französischen système RAL) Farbmustersystem, das 1993 von Ludwig Gall für Lacke und Farben in der Produkt- und Raumgestaltung eingeführt wurde, z. B. für Karosserielacke, Anstrichstoffe oder Textilfarben. Gall erweiterte das RAL 840-HR von 194 auf 1688 Farbtöne und stellte es auf eine CIELAB- bzw. CIELCH-Basis (geschrieben HLC, maximal 80 Stufen), wobei alle benachbarten Farbmuster einen Farbabstand von ΔE*ab = 10 zueinander aufweisen.
Strahlungshärtung (auf Französisch séchage par rayonnement) Prinzip der Filmbildung in Druckfarben, bei dem sich die Bindemittel unter dem Einfluss von UV- oder Elektronenstrahlen (ESH) vernetzen.
Strahlung (Französisch: rayonnement) elektromagnetische Wellen, die durch Wellenlänge oder ihre reziproke Frequenz, Intensität, Dichte, spektrale Zusammensetzung und somit auch durch ihre Wechselwirkungen mit der Umgebung gekennzeichnet sind. Photometrische Größen sind Sonderfälle von Strahlungsfeldgrößen: Q = Lichtenergie quantité de lumière [Lumen × Sekunde] = Strahlungsenergie énergie rayonnante [Joule] Φ = Lichtstrom flux lumineux [Lumen] = Strahlungsleistung/Strahlungsfluss puissance rayonnante, flux énergétique [Watt] I = Lichtstärke intensité lumineuse [Candela] = Strahlstärke intensité énergétique/de rayonnement [Watt pro Steradiant] E…