3 Branchentrends, die jeder Drucker kennen sollte

Im Kommunikationsbereich zeichnen sich alle möglichen neuen Trends ab: variabler Datendruck, QR-Codes, Cross-Media-Kampagnen, Internet-Marketing und mehr. Es gibt viel Aufregung darum, und je weiter dies alles vom traditionellen Druck entfernt ist, desto mehr haben Drucker das Gefühl, mehr darüber wissen zu müssen.

Gibt es also noch etwas Neues über den traditionellen Druck zu berichten? Und ob! Einige der stärksten Trends, die sich derzeit entwickeln, drehen sich darum, Tinte auf völlig neue Weise auf das Papier zu bringen.

Immer kürzere Druckauflagen: Okay, dieser spezielle Trend mag nicht neu erscheinen, aber die Auswirkungen kurzer Druckauflagen verändern die Dynamik des Druckens auf überraschende Weise. Heute ist es wichtiger denn je, über straffe Prozesskontrollen zu verfügen, sich über Trends bei Farbverschiebungen an der Druckmaschine bewusst zu sein und einen konkreten Plan für den Umgang mit diesen Änderungen zu haben.

Die alte Einstellung „Das ist eine kurze Auflage, wir haben keine Zeit, die Zielwerte zu erreichen“ wurde auf den Kopf gestellt. Bei immer kürzeren Druckauflagen ist das schnelle Erreichen der Zielwerte der einzige Weg, um einen Gewinn zu erzielen.

High-End-Commodity-Druck: Drucker beklagen sich oft darüber, dass Kunden den Druck heute als Massenware (Commodity) betrachten; dass der Preis alles ist und die Qualität keine Rolle spielt. Nun, das ist vorbei. Jetzt wollen die Kunden Qualität und Preis: Der High-End-Commodity-Druck ist da.

Kann ein Drucker angesichts dieser scheinbar unmöglichen Gleichung Geld verdienen? Drucker, die das Modell verstehen, werden erfolgreicher sein als je zuvor. High-End-Commodity-Druck bedeutet, dass der Drucker das Druckerzeugnis nach Branchenspezifikationen fertigt und der Kunde seine Freigabe auf der Grundlage der Einhaltung dieser Spezifikationen erteilt.

Beachten Sie, dass ich von Fertigung sprach. Handwerk und Kunstfertigkeit (die alten Druckmodelle) sind bekanntermaßen teurer und ineffizienter als die industrielle Fertigung. Das Drucken nach diesem neuen Modell bedeutet also, dass es kostengünstiger durchgeführt werden kann, während die Qualität erhalten bleibt.

BPO-Organisationen: BPOs oder Business Procurement Outsourcing-Organisationen begannen damit, schlüsselfertige Support-Dienstleistungen für Unternehmen anzubieten, die sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und den Rest auslagern wollten. Inzwischen haben sich einige BPOs auf den Druckeinkauf konzentriert, und viele tun dies mit dem High-End-Commodity-Modell im Hinterkopf. Für manche Einkäufer sind BPOs die „Bösewichte“, aber für den Drucker, der weiß, wie er ihre Spezifikationen erfüllt, können sie sehr wichtige Kunden sein.

Was diese drei Trends gemeinsam haben, ist, dass sie alle die Rolle der Messtechnik im Druck stark betonen. Die alten Methoden, Tricks aus dem Hut zu zaubern und „nach Gefühl“ zu drucken, haben das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Der Druck erfordert heute denselben auf Messung und Prozesskontrolle basierenden Ansatz, den alle anderen Fertigungsprozesse schon immer verwendet haben. Drucker, denen es gelingt, Prozesskontrolle durch Messung zu erreichen, werden von diesen neuen Trends im Druck profitieren.

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