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Softproof

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Softproof (im Französischen épreuve-écran, épreuve virtuelle) ist die Darstellung von Bildern oder gedruckten Seiten auf einem Monitor zu Testzwecken – im Gegensatz zum Hardcopy-Proof (épreuve papier) – im Allgemeinen und deren verbindliche farbverbindliche Reproduktion im Besonderen. Ein Softproof ist farbverbindlich, wenn

– der Monitor einen größeren Farbraum (Wide-Gamut-Monitor) besitzt, als der Farbraum des Druckprozesses bieten kann;

– der Monitor einer erfolgreichen Hardware-Kalibrierung unterzogen wurde und anschließend die Darstellungsfähigkeit des Druckprozess-Farbraums von der Kalibrierungssoftware überprüft wurde (Validierung);

– unter diesen Bedingungen die Farbwerte des ugra/Fogra-Medienkeils oder eines ähnlichen Kontrollmittels korrekt wiedergegeben werden (messbar mit der Monitorpipette für die korrekte RGB-CIELAB-Konvertierung);

– nicht nur die Druckfarben, sondern auch die Einfärbung des Substrats simuliert wird.

Ein Softproof am zentralen Leitstand der Druckmaschine (Soft Copy Proof-to-Press, z. B. K-Flow SMARtt, wobe-team Proof-Server) ist eine technische Herausforderung, da sich der Monitor dort im Bestrahlungsbereich der Normbeleuchtung befindet und seine Helligkeit auf die des Monitors reduziert (gedimmt) werden muss, ohne dass sich der Farbwiedergabeindex der Normbeleuchtung ändert. Die notwendige Interaktion zwischen Monitor, Monitor-Kolorimeter und Normlicht wird über USB-Schnittstellen realisiert (einheitliche Lösung: NEC SpectraView, basICColor Discus, Just Normlicht proofStation). Empfohlene oder standardisierte Parameterwerte und Einstellungen für den Softproof am zentralen Leitstand:

– LCD-TFT-Monitor mit IPS-Panel-Technologie und Hardware-Kalibrierung mit möglichst tiefen Daten;

– Monitorluminanz 160 cd/m²;

– Monitor-Weißpunkt 5500 K plus chromatische Adaption CAT02 und Gamma 1.8 oder L*;

– Arbeitsfarbraum eciRGBv2 (D50/L*);

– regelmäßige Rekalibrierung und Validierung;

– Normlicht D50, Beleuchtungsstärke von 2000 lx auf 500 lx gedimmt (entspricht 160 cd/m²) im Vergleich zwischen Monitorbild und gedruckter Kopie;

– nach erfolgreichem Andruckbogen (OK-Bogen) ist der Monitor nicht mehr die Referenz, sodass das Normlicht wieder auf 2000 lx nachjustiert werden muss.

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